Herzlich willkommen!

 
 

Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde - Heilig Kreuz Kirche - Haag i. OB 
Rosenweg 2
83527 Haag i. OB
Tel.: 08072-534
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Herzliche Einladung zum nächsten Jugendtreff!

  • Zeit: Samstag, 15.12.2018, 15 – 17 Uhr
  • Ort: Evangelische Kirche in Haag, Rosenweg 2

Unser Jugendtreff ist für Jugendliche ab 13 Jahren zum gemeinsamen Reden, Musik hören, Essen, Spielen und Diskutieren!

Komm doch einfach mal vorbei, wenn du Lust hast!

Denn bei uns und bei Gott kannst du sein, wie du bist!

Ansprechpartner sind

  • Amelie Siemoneit,
  • Albert Springer und
  • Ismael Heissmann

 Weitere Termine sind:

  • Samstag, 12. Januar 2019
  • Samstag, 9. Februar 2019
  • Samstag, 16. März 2019

Kirchenvorstandswahl

Gewählt wurden am 21.10.18

  • Gabriele Gleixner
  • Manuel Haas
  • Pascal Laudenbach
  • Christian Reimer
  • Nathalie Rott
  • Andrea Siemoneit

 Berufen wurden am 7.11.18

  • Wolfgang Schmitz - Heldenstein
  • Andreas Zitzelsberger - Isen

 

 

   

 

Endlich – ein eigenes Gotteshaus

Als Gottesdienstraum diente in dieser Zeit die Friedhofskapelle, die aber nach Aussagen des damaligen katholischen Pfarrers renovierungsbedürftig war. Umso verständlicher war es, dass der Wunsch nach einer eigenen Kirche immer lauter wurde. Gerade die Heimatvertriebenen sehnten sich nach einer neuen geistlichen Heimat, schreibt Vikar Siegfried Hiller, der die Vikarsstelle im Jahr 1954 übernahm. Weiter schreibt er in einem Berichtsblatt: „Als Pfarrer Kühhorn im Jahr 1954 schied, übergab er mir als Aufgabe für die Zukunft, diesen Wunsch der Gemeinde nach einem eigenen Gotteshaus.“

 

Die Gemeinde nahm ihren neuen Geistlichen mit offenen Armen auf. Es kehrte wieder die gewohnte Gewissheit ein, einen Geistlichen vor Ort zu haben. Diese Situation förderte das Gemeindeleben.

 

Vikar Hiller ging unverzüglich an die Arbeit. Er bekam von allen Seiten große Unterstützung. Die politische Gemeinde stellte den Baugrund unentgeltlich zur Verfügung. Ein Münchner Architekt namens Lord fertigte die Pläne. Kurz vor Ostern 1955 konnten den evangelischen Gemeindemitgliedern in einer Versammlung die Baupläne gezeigt werden, und sie fanden lebhafte Zustimmung. Aber die Baukosten mussten noch aufgebracht werden. Der Baufonds bestand zunächst nur aus einer Spende von 75,- DM die eine Frauengruppe des Gustav-Adolf-Werks in Braunschweig geschickt hatte. Diese gemeindliche Querverbindung war noch unter Vikar Kühhorn geknüpft worden. Jetzt waren alle evangelischen Gläubigen aufgerufen, für ihr neues Kirchlein einen finanziellen Beitrag zu leisten. In deiner Gemeindeversammlung erklärten sich die erschienenen Gemeindemitglieder bereit, den Kirchenbau finanziell zu unterstützen.

 

Vikar Hiller berichtet dazu in seinen chronologischen Aufzeichnungen:

„Unsere finanziell sehr schwache Gemeinde, - die meisten Gemeindemitglieder sind Rentner oder leben von geringem Lohn-, hat so seit Ostern 1955 7500,-DM aufgebracht. Manches Scherflein armer Witwen ist dabei. Und manchmal wollte ich die Gabe den Spendern am liebsten zurückgeben, weil sie gemessen am Einkommen der Spender zu hoch war.“

Im Frühsommer wurde endlich der Kirchenbau von unserer Landeskirche genehmigt. Zugleich beschloss die Kirchenleitung einen spürbaren Zuschuss aus landeskirchlichen Mitteln, der zusammen mit einem Darlehen der Sparkasse den Rohbau ermöglichte. So wurde am 23. Juli 1955 mit dem Aushub der Baugrube begonnen. Am Sonntag, den 14. August, wurde die Grundsteinlegung gefeiert.

 

Pfarrer O. Dimmling leitete die Feier unter Beteiligung einer großen Zahl von Geistlichen der evangelischen Nachbargemeinden. Über dieses kirchliche Ereignis berichtete der Haager Boote ausführlich. Im betreffenden Artikel heißt es: 

Pfarrer O. Dimmling leitete die Feier unter Beteiligung einer großen Zahl von Geistlichen der evangelischen Nachbargemeinden. Über dieses kirchliche Ereignis berichtete der Haager Boote ausführlich. Im betreffenden Artikel heißt es:

„Für die Marktgemeinde Haag überbrachte Bürgermeister Preßl die Glückwünsche, wobei er daran erinnerte, daß erst vor wenigen Jahren auf diesem Gelände der erste Spatenstich erfolgte und heute bereits ein ganzer Ortsteil stehe, in den sich die neue Kirche gut einfügen werde. Gottes Segen für die neue Kirche wünschte Direktor Müller aus Isen als ältestes Mitglied des Kirchenvorstandes. Auch Architekt Lord und Baumeister Sax (Haag) entledigte sich dieser besinnlichen Handlung.“

Nach dem gemeinsam gesungenen Choral „Nun Danket alle Gott“ fand die Grundsteinlegungsfeier ihr Ende. In der damals noch bestehenden Bahnhofsrestauration Maier fand anschließend ein geselliges Beisammensein der Gemeindemitglieder statt.

Von dem Tag der Grundsteinlegung an machte der Bau rasche Fortschritte. Am 22. September 1955 war Richtfest. Über den Winter 1955/56 ruhte der Bau. „Erst im April dieses Jahres (1956) begannen wir mit dem Innenausbau“, berichtete Vikar Hiller in seiner chronologischen Niederlegung.

Am 17. Juni 1956 wurde dann endlich Einweihung gefeiert. Herr Oberkirchenrat Bezzel als Vertreter der Kirchenleitung weihte dann unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit die Heilig-Kreuz-Kirche ein.

Entstanden war ein schlichter Kirchenraum, Altar und Kanzelpult waren aus Eichenholz gefertigt, die Kirchendecke strahlte in einem lichten Blau. Die Kirche gab Raum für 120 Sitzplätze. In einem Gemeinderaum, der zum Kirchenschiff hin durch einen Faltwand geöffnet werden konnte, spielte sich das Gemeindeleben an den Werktagen ab. Zwischen Turm und Kirchenschiff war eine kleine Wohnung für den jeweiligen Seelsorger eingebaut. So ging der schon lange gehegte Wunsch der evangelischen Gemeinde Haag nach einem Gemeindezentrum in Erfüllung. Schließlich wurde laut Kirchenchronik am 8. Juni 1957 noch die fehlende Glocke eingeholt und am 16.6.1957 von Herrn Dekan Renner, Rosenheim, geweiht. Das Gemeindeleben nahm einen lebendigen Aufschwung.

Vielleicht war es eine logische Konsequenz, wenn der Gemeindeausflug in diesem Jahr (1957) nach Weisendorf in Franken zum ehemaligen Haager Vikar Kühhorn führte, um ihm über den erfolgten Kirchenbau Bericht zu erstatten. Nach dieser arbeitsintensiven Zeit kam auch für Vikar Hiller der Tag des Abschiedes. Er konnte mit den besten Wünschen seiner dankbaren Gemeinde den Dienst an seinem neuen Wirkungsort in Weißenhorn antreten.




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